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E-Books - E-Book-Reader - digitale Bücher und Lesegeräte
Bei den E-Books handelt es sich um digitale Dateien in den verschiedensten Formaten. Die Inhalte können entweder ausschließlich für den digitalen E-Book-Markt geschaffen worden sein oder aber ursprünglich in realer Buchform vorhandene Inhalte wurden nachträglich digitalisiert, um sie auch über Computer und Bildschirme oder sonstige dafür entwickelte Anzeigegeräte (sog. E-Book-Reader) oder sogar in neuester Zeit auf PDAs oder Smartphones lesen zu können.
Waren solche Reader zunächst reinen Software-Programme, die das Lesen digitaler Bücher überhaupt erst ermöglichen sollten, begann man später damit, speziell physische Lesegeräte zu entwickeln. Besonders seit den Jahren 2008/2009 ist eine starke Zunahme der Entwicklung vieler miteinander konkurrierender E-Book-Reader zu verzeichnen. Vorreiter dieser neueren Entwicklung war sicherlich der weltgrößte Online-Buchhändler Amazon mit dem "Kindle" getauften E-Reader. Bald folgte auch Sony mit seinen diversen Geräten.
Es ist also zunächst der gleichzeitige Besitz eines großen Bestandes an digitalisierten Buchinhalten und proprietären Lesegeräten mit einem von Konkurrenten nicht lesbaren Format, welches bei den großen medialen Playern die Hoffnung auf ein gewinnträchtiges Geschäftsmodell mit Wettbewerbsvorteilen gegenüber den Konkurrenten weckte.
Anders allerdings
Google mit seinem Buchprojekt: Nach einem gewaltigen Aufwand für die Digitalisierung von vielen Millionen Büchern im Besitz einer einzigartig umfangreichen E-Book-Bibliothek - noch dazu nach und nach in das sich allmählich zum offenen Standard entwickelnden EPub-Format - will Google künftig ebenfalls E-Books online verkaufen und die Verlage an den Erlösen beteiligen.
Ja, Google geht noch weiter: Es wird seinen gewaltigen Vorrat an digitalen Buchbeständen auch für den umgekehrten Weg nutzen und nach dem Print-on-Demand-Prinzip physische Bücher in Buchhandlungen, die als Partner mitwirken, zum Kauf anbieten. Gegenwärtig dauert es nur wenige Minuten, mittel hochmoderner Druckmaschinen aus einer digitalen Datei von über 500 Seiten ein fertig paginiertes physisches Buch herzustellen, das dann konkurrenzlos billig angeboten werden kann - sofern nicht in einzelnen Ländern wie beispielsweise in Deutschland eine nationale Buchpreisbindung dafür sorgt, dass im Buchhandel weiterhin staatlich geschützte "Apothekerpreise" verlangt werden können.
Ob auch eBooks der Buchpreisbindung unterliegen, ist nicht abschließend geklärt. Nach anfänglich gegenteiliger Auffassung ist die Preisbindung nach jetziger Meinung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels auch auf die eBooks anwendbar.
Gliederung:
Allgemeines:
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- Wikipedia-Artikel: EBook
- Wikipedia-Artikel: Book-on-Demand
- pte pte in der Computerwoche vom 30.09.2008:
- Börsenverein des Deutschen Buchhandels "Buchpreisbindung gilt auch für E-Books"
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat sich in einer Stellungnahme dafür stark gemacht, dass die Buchpreisbindung auch auf E-Books anzuwenden ist. Notfalls will man sich jedoch auch an Gerichte wenden, sollte die Preisbindung unterwandert werden. ...
- Börsenverein des Deutschen Buchhandels:
- Stellungnahme zur Preisbindung von E-Books
Ja. Bücher im Sinne des Buchpreisbindungsgesetzes sind gemäß § 2 Abs. 1 auch »Produkte, die Bücher, Musiknoten oder kartografische Produkte reproduzieren oder substituieren und bei Würdigung der Gesamtumstände als überwiegend verlags- oder buchhandelstypisch anzusehen sind«. Schon nach dem Wortlaut des Gesetzes ist davon auszugehen, dass die Gerichte den preisungebundenen Handel mit E-Books als Verstoß gegen das Buchpreisbindungsgesetz einstufen werden....
- Spiegel Online vom 12.03.2009:
- Buchhandel setzt auf Einschüchterung
Der Buchhandel hat aus den Fehlern von Musik- und Filmbranche gelernt - und droht präventiv mit Klagewellen gegen E-Book-Kopierer. ...
- Spiegel Online vom 13.03.2009:
- Libreka - Darum floppt das E-Book-Portal des Buchhandels
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels präsentiert das Portal Libreka als Such- und Kaufmaschine für E-Books. Im Selbstversuch enttäuscht die Plattform: Die Bedienbarkeit ist bescheiden, aktuelle Bestseller fehlen ...
- Spiegel Online vom 02.06.2009:
- E-Books - Google will Buchhändler spielen.
Wie von vielen Buchhändlern befürchtet plant Google, sein E-Book-Engagement auch auf Neuerscheinungen auszudehnen. Zum ersten Mal würde Google mit der Eröffnung eines E-Book-Shops vom Info-Makler zum Verkäufer - und zur direkten Konkurrenz für Buchhändler. ...
- Aline Eckstein in ECC-Handel vom 11.02.2010
- Entwicklungstendenzen im B2C-Online-Buchhandel
Nicht nur die großen Online-Buchhändler wie Amazon suchen nach neuen Möglichkeiten, um ihre Umsätze anzukurbeln und einer sich anbahnenden Stagnation der Wachstumsraten entgegenzuwirken, sondern auch kleinere Mitbewerber wie buch.de sehen in der Ausweitung des Produktportfolios eine Chance. Doch dieser Schritt ist strapaziös und risikoreich. ...
- Aline Eckstein/Martin Hubert in ECC-Handel vom 12.04.2010
- Lesereihe "Dem E-Book erfolgreich begegnen"
E-Books - kein Thema dominiert die Medienbranche heute stärker. Die Branche steht vor einem gewaltigen Umbruch und daher verbindet man eine Art Hassliebe mit den digitalisierten Büchern. Nichts wird heißer diskutiert, waghalsiger prognostiziert und spaltet Meinungen erfolgreicher. Doch soll es dem Buchhandel ähnlich ergehen wie der Musikindustrie? ...